Sachliche Bemessung

Grundsatz

Bemessungs-Grundlage = Verkehrswert im Zeitpunkt des Vermögenserwerbs

Wertpapiere mit Kurswert: Zum Kurswert

Wertpapiere ohne Kurswert: Zum Schätzwert per Vermögenserwerb.

Kantonal unterschiedliche Regeln gelten auch für die sachliche Bemessung von:

  • Grundsstücken
  • Versicherungsleistungen
  • periodischen Leistungen.

Bewertung in Sonderfällen

Rechte wie Nutzniessungen und Ansprüche auf periodische Leistungen (Errichtung, Übertragung oder Verzicht):

Zu ihrem Kapitalwert.
Land- und forstwirtschaftliche Grundstücke je nach Kanton: Zum Ertragswert oder zum amtlichen Wert.
Bewegliches Geschäftsvermögen je nach Kanton: Zum Buchwert oder zum Verkehrswert.
Nicht fällige Ansprüche aus Lebensversicherungen (sofern sie in den Nachlass fallen): Zum Rückkaufswert.
Mit dem Tod des Erblassers fällig werdende Versicherungsleistungen:

Mit Auszahlungssumme.

Sachliche Abzüge

Die steuerpflichtige Person ist berechtigt, vom Wert der Zuwendung abzuziehen:

Erbschaftssteuer

Berechnung:

  • Erbschaftsschulden wie Krankheitskosten, Pflegekosten und -löhne, Passivzinsen, Einkommens- und Vermögenssteuern bis zum Todestag. (Die Schulden des Erblassers müssen vererblich und bereits im Todeszeitpunkt des Erblassers entstanden sein.)
  • Erbgangsschuldenwie -Auslagen für Todesanzeigen, -Trauerkleider, -Beerdigungskosten, -Leichenmahl, -Grabstein, -Auslagen für die Erbschaftsverwaltung, -für die Siegelung der Erbschaft, -die amtliche Inventarisation, -den Willensvollstecker, -Auslagen für Prozesse zur Erlangung der Erbschaft etc.
    • Unterhaltsansprüche der Hausgenossen (Art. 606 ZGB),
    • Anspruch der schwangeren Mutter (Art. 605 Abs. 2 ZGB),
    • Vorausbezüge der Kinder, die noch in Ausbildung stehen oder gebrechlich sind, (Art. 631 Abs. 2 ZGB),
    • bei Einreichung der Steuererklärung tatsächlich vollzogene Schenkungen an steuerbefreite Institutionen,
    • auf der Zuwendung lastende Schulden,
    • der Kapitalwert eines die Zuwendung belastenden Rechts,
    • Vermächtnisse,
    • Aufwendungen der Steuerpflichtigen zu Lebzeiten des Erblassers für den ihnen zukommenden Vermögensanfall,
    • bei der Unternehmensnachfolge 50 % des reinen Geschäftsvermögens,
    • Gerichts- und Anwaltskosten für Ungültigkeits-, Herabsetzungs- und Erbschaftsklagen.

Jedes kantonale Steuergesetz gibt konkret an, welche Erbgangschulden abgezogen werden können.

Schenkungssteuer

Berechnung:

Die auf dem Schenkungsobjekt lastenden Schulden.

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